Schon bei der Planung, mit dem neuen Bezirksvorsitzenden der SPD AG 60plus Oberfranken, mit Klaus Adelt, war erkennbar, dieser Oberfrankentag wird anders als die vorhergehenden.
Denn diesmal sollte die Veranstaltung nicht in den Räumen der Frankenakademie in Schloss Schney stattfinden, sondern ganz im Süden des Bezirks, in Bamberg.
Die Detailplanung für dieses Event, welches immer den jährlichen Höhepunkt für die oberfränkischen SPD-Senioren darstellt, übernahm Mitglied des Vorstandes Mathilde Wolff, natürlich in Absprache und im Austausch mit Klaus Adelt.
Bamberg wurde von Klaus Adelt aus mehreren Gründen als Veranstaltungsort gewählt. Der Oberfrankentag sollte nicht immer am gleichen Ort, sondern auch näher an der Basis stattfinden. Zudem wurde der Gärtnermeister Sebastian Martin Niedermaier in diesem Jahr zum neuen Oberbürgermeister von Bamberg gewählt. Da lag es nahe, in Verbindung mit dem gemütlichen und immer auch sehr politischen Beisammensein, die Gärtnerstadt Bamberg zu besichtigen. Diese ist, obwohl seit 2016 Weltkulturerbe, immer noch relativ wenig bekannt.
Soweit zur Vorgeschichte.
Zu dieser gehört auch noch, dass das Maximum von 120 Teilnehmern, schon bei den Anmeldungen, erreicht wurde. Es zeichnete sich also bereits vorher der besondere Erfolg dieses Oberfrankentages ab.
Am 23.09.2026 um 12:30 Uhr, hatten sich dann fast alle Teilnehmer vor der Gangolfkirche in Bamberg eingefunden. Mit zu Fuß unterwegs waren auch Sabine Groß, (MdL) und ihre Mitarbeiterin Mirjam Drechsel, (von der auch einige Fotos und die sehr schöne Foto- und Videoshow stammen) und Martin Lücke, der SPD-Europakandidat der Region und natürlich auch die meisten Vorstandsmitglieder der AG 60plus Oberfranken.
Von der Kirche ging es zur Gärtnerstadt, mit den historischen, eingeschossigen Gärtnereigebäuden, die seit Jahrhunderten unverändert mitten in der Stadt erhalten geblieben sind. Zunächst ging es zur Aussichtsplattform an der Böhmerwiese, wo Susanne Böhmer, von der alteingesessenen Gärtnerei Böhmer, die große Besuchergruppe empfing und die Teilnehmer ausführlich über ihre Gärtnerei (mit Inklusionspreis) und den schiefen Turm (die mit Absicht so gebaute Aussichtsplattform) informierte. (Siehe Fotos)
Die nächste Station war die Biogärtnerei Niedermaier.
In dieser empfing der Vater des Bamberger Oberbürgermeisters Sebastian Niedermaier, der Gärtnermeister Michael Niedermaier, die SPD-Senioren mit Informationen über den von seinem Sohn eingeschlagenen Weg zur reinen Bio-Gärtnerei. Dabei informierte Niedermaier-Senior sehr unterhaltsam und mit vielen Anekdoten über die Gärtnerei, über die Familiengeschichte und die Geschichte der ganzen Gärtnerstadt.
Von dort ging es dann zurück zum Pfarrsaal der Gangolfkirche, in dem Mathilde Wolff, mit Unterstützung ihrer Familie, nicht nur für reich gedeckte Tische gesorgt hatte, sondern auch für ein besonderes Programm.
Rednerinnen und Redner waren Sabine Gross, u.a. auch Wohnungspolitische Sprecherin der bay. SPD-Landtagsfraktion, Eva Jutzler, 3. Bürgermeisterin Bambergs und Jonas Merzbacher, der Bezirksvorsitzende der SPD-Oberfranken.
Themen der Reden waren natürlich die aktuellen politischen Ereignisse in Berlin und die Möglichkeiten und Perspektiven der SPD. Sabine Gross (MdL), erwähnte lobend die aktive Unterstützung der AG 60plus, die sie beim Widerstand gegen die Kürzungen des Wohngeldes um Hilfe gebeten hatte. „Auf die AG 60plus ist immer Verlass.“
Auch Jonas Merzbacher lobte nicht nur die AG 60plus, die in der SPD noch die meisten Leute mobilisieren könne – mit Blick auf den vollbesetzen Saal, sondern konnte im Anschluss an seine eigene Rede eine ganze Reihe von Teilnehmern, darunter auch Mandatsträger und Altbürgermeister, zu Fragen und zu eigenen Statements bewegen und so die Veranstaltung noch lebendiger machen. Dabei zeigte sich, die Meinungen an der SPD-Basis stimmten mit der der bayerischen Parteivertreter der SPD überein. Auch Martin Lücke forderte leidenschaftlich Zusammenhalt und den gemeinsamen Kampf gegen rechts - und ein Verbot der AfD. Eva Jutzler hatte einen eigenen, sehr guten Redebeitrag und kam dann auch noch, unter der Regie von Jonas Merzbacher. ausführlich zu Wort.
Auch die musikalische Unterhaltung war außergewöhnlich. Die Musical-Sängerin Laura Mann, vom Theater im Gärtnerviertel, erzeugte mit ihrer Stimme, die unter die Haut ging, echte Begeisterung. Vor allem auch für Jazz-affine Teilnehmer:innen waren ihre 4 Gesangseinlagen ein besonderes Erlebnis. Besonders emotional beeindruckend waren dabei „Sag mir wo die Blumen sind“ (von Marlene Dietrich) und „Imagine“ (John Lennon).
Zum Schluss zu erwähnen wäre noch das anschließende Echo auf diesen außergewöhnlichen Oberfrankentag. Die Beurteilungen reichten von „Ein Supererfolg“ und „Muss wiederholt werden“ bis zu „Tolles und außergewöhnliches Erlebnis“. Genauso war es auch.